Brillenversicherung – Nur noch mit Zusatzversicherung

Hände halten Brille und jemand schaut durchSeit 2014 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen nur noch in Ausnahmefällen. Bei den privaten Krankenversicherungen kommt es auf den Tarif an. Da Brillen in der Regel sehr teuer sind, sollte man  überlegen, eine Brillenversicherung abzuschließen, die einen vor diesen Kosten schützt.

Eine Brillenversicherung kann als Zusatzversicherung bei den Krankenkassen oder auch bei vielen Optikern abgeschlossen werden. Der Leistungsumfang von Brillenversicherungen variiert dabei teils enorm.

Was genau ist eine Brillenversicherung?

Eine Brillenversicherung sorgt dafür, dass der Kauf einer notwendigen Brille nicht zu einer finanziellen Belastung wird. Seit 2014 schauen Sehbehinderte nämlich in eine unscharfe Röhre, denn die Kosten für Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen werden in der Regel nur übernommen, wenn die Sehkraft noch maximal 30 Prozent beträgt. Ansonsten kann an nur auf Ausnahmeregelungen hoffen oder muss seine Brille selbst bezahlen.

Gerade bei hochwertigen Brillen und Sonderausstattungen wie Entspiegelung oder besonders kratzfesten Gläsern können die Kosten gut und gerne zwischen 400 und 1.000 Euro liegen. Verschlechtert sich die Sehkraft im Laufe der Zeit, wird auch bei pfleglicher Behandlung eine neue Brille fällig, die dann ebenfalls aus eigener Tasche bezahlt werden muss.

Was kostet eine Brillenversicherung?

Mit einer Brillenversicherung kann man sich vor diesen Kosten schützen. Eine Brillenversicherung gibt es schon für weniger als 5 Euro im Monat. Je nach Tarif werden regelmäßige Brillenanschaffungen mit mehreren hundert Euro unterstützt. Die meisten Brillenversicherungen erstatten dabei einen bestimmten Betrag, der über einen festgelegten Zeitraum in Anspruch genommen werden kann, beispielsweise 300 Euro im Laufe von zwei Jahren. Die 300 Euro stehen nach den zwei Jahren erneut für diesen Zeitraum zur Verfügung.
Andere Brillenversicherungen erstatten auch die Kosten für die Reparatur von Brillen oder übernehmen die Kosten für eine neue Brille, sollte sich die Sehstärke um einen bestimmten Wert verändern.

Was leistet eine Brillenversicherung?

Der Leistungsumfang von Brillenversicherungen variiert teilweise sehr stark, sodass sich ein Brillenversicherung Vergleich definitiv lohnt. Es gibt Anbieter, die Brillenkäufe in regelmäßigen Abständen, in den meisten Fällen sind es zwei Jahre, bezuschussen. Dabei gibt es Anbieter, die den Zuschuss mit einer bestimmten Summe deckeln und Versicherungen, die einen anteiligen Zuschuss zahlen, beispielsweise 90 Prozent vom Kaufpreis.

Es gibt auch Anbieter von Brillenversicherungen, die umfangreiche Zusatzleistungen bieten und nicht nur den Kauf einer Brille bezuschussen. Einige Versicherer übernehmen auch die Kosten für Reparaturen, wenn ein Brillenglas durch grobe Fahrlässigkeit zerspringt oder die Brille beim Reinigen in zwei Teile bricht. Manche Anbieter bezuschussen auch Laseroperationen der Augen, wenn dafür eine Zeit lang auf den Zuschuss für eine neue Brille verzichtet wird.
Gerade für ältere Menschen sind Kombinierte Angebote interessant, denn viele Brillenversicherungen gibt es auch in Kombination mit einer Hörgeräteversicherung, sodass hier gleich doppelt gespart werden kann.

Was beim Abschluss einer Brillenversicherung beachten?

Beim Abschluss einer Brillenversicherung kommt es natürlich auf den Leistungsumfang und die monatlichen Prämien an. Man sollte Versicherungen unbedingt vor Abschluss vergleichen, damit man auch die Brillenversicherung findet, die den eigenen Wünschen entspricht. Gehört man zu der ungeschickteren Sorte Mensch, kann es nicht schaden, auch Reparaturkosten zu versichern. Legt man viel Wert auf moderne Brillen oder Features wie Gleitsichtgläser, sollten die Zuschüsse möglichst hoch sein.

Wer eine Augenoperation mit Laser in Erwägung zieht, für den ist eine Brillenversicherung interessant, die auch diese Kosten übernimmt.

Redaktionstipp: Für Beamte lohnt sich oft die gesetzliche Krankenkasse nicht. Mit einer guten privaten Krankenversicherung für Beamte können Sie besondere Zuschüsse für eine Sehhilfe sehr günstig erhalten

Wo kann man eine Brillenversicherung abschließen?

Brille liegt auf einem NotizblockBrillenversicherungen werden sowohl von Optikern als auch von Krankenkassen angeboten. Krankenkassen bieten Brillenversicherungen allerdings selten als eigenständige Versicherungen an. In der Regel gibt es diese Leistungen nur als Zusatzversicherung. Man sollte daher zuerst prüfen, ob die eigene Krankenkasse eine günstige Brillenzusatzversicherung anbietet und welche Leistungen darin enthalten sind.

Nach der Einführung der einkommensabhängigen Zusatzgebühren der gesetzlichen Krankenkassen kann sich ein Krankenkassenwechsel durchaus lohnen, da etliche Krankenkassen ihre Gesamtbeiträge gesenkt haben. Daher ist es durchaus ratsam, bei der Suche nach einer guten Brillenversicherung auch bei anderen Krankenkassen nachzufragen, ob sie eine Brillenzusatzversicherung anbieten und welche Leistungen geboten werden. Möglicherweise kann man mit einem Krankenkassenwechsel sogar so viel sparen, dass die Krankenversicherung inklusive Brillenversicherung sogar günstiger ist als die derzeitige GKV ohne Brillenversicherung.

Aber auch Optiker bieten oftmals eine Brillenversicherung an. Sie profitieren hier vor allem von der Kundenbindung. Versichert werden hier meist die Kosten für die Reparatur von Brillen oder man erhält eine neue Brille, wenn man seine Brille irreparabel zerstört oder verloren hat. Klassisches Beispiel ist die Zusatzversicherung von Fielmann, die von der HanseMerkur angeboten wird.

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